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Der Umgang mit Ladungssicherungsmitteln und -hilfsmitteln

Im Fachjargon wird immer wieder von Ladungssicherungsmitteln und -hilfsmitteln gesprochen. Aber können Sie mit diesen Begriffen etwas anfangen? Sollte dem nicht so sein, folgt in diesem Beitrag eine Erklärungsgrundlage, mithilfe derer die Thematik besser verstanden werden kann.

 

Ladungssicherungsmittel

Zurrgurte

Einteilige

Zweitteilig

Zurrketten

 

 

Zurrdrahtseile

 

 

Einrichtungen zur Ladungssicherung

Zurrpunkte

Lochschienen

Ankerschienen

Coilmulden

Einsteckrungen

Zahnleisten

Hilfsmittel zur Ladungssicherung

Trenngitter

Trennwände

Trennnetze

Zwischenwandverschlüsse

Klemmstangen

Transportgestelle

Leerpalette

Stausäcke

Netze und Planen

Rutschhemmende Matten

Kantenschoner

Keile

 

Jede Menge Material – aber wann und wofür wird dies eingesetzt?

Von Zurrgurten über Coilmulden bis hin zu diversen Trenngittern. Die Tabelle listet eine Menge Materialien auf. Von diesen kommen im Alltag in der Regel Zurrgurte, Kantenschoner, rutschhemmende Matten, Klemmstangen oder Zwischenwandverschlüsse (die sogenannten Klemmbretter) zum Einsatz. Auch, wenn Ihre Transportdienstleister dazu verpflichtet sind, diese Materialien mitzuführen und nach Ihrer Maßgabe einzusetzen, ist es dennoch wichtig, dass Sie wie auch Ihre Mitarbeitenden wissen, wann diese Ausrüstung einsatzfähig und zweckmäßig ist. Auf der Grafik sehen Sie, wann textile Zurrgurte unter welchen Voraussetzungen einzusetzen sind.  

 

 

(Alle guten Dinge sind) 3 – Tipps für den Alltag:

  •          Um die Ladung kraftschlüssig zu sichern, ist die STF (Vorspannkraft) besonders wichtig
  •          Um die Ladung formschlüssig zu sichern, brauchen Sie die LC (Zurrkraft)
  •      Bei Ladungen, die es ermöglichen, sollten Sie stets mit zusätzlichen rutschhemmenden Matten arbeiten!

In meinem nächsten Blogbeitrag lesen Sie mehr Tipps und Hinweise zu dieser Thematik – schauen Sie gerne wieder vorbei!

Haben Sie konkrete Fragen rund um Ihre Logistikprozesse, möchten Ihren Schulungsbedarf erörtern oder eine konkrete Frage aus Ihrem Alltag thematisieren? Dann besuchen Sie meine kostenlose wöchentliche Sprechstunde, in der ich Ihre Fragen gerne beantworte, immer mittwochs um 10:00 Uhr.

Christian Rennie, Trainer und Berater für Transport und Verkehr, auf der NUFAM 2021

Christian Rennie ist Austeller auf der NUFAM 2021 und präsentiert dort sein Angebot aus Trainings, E-Learnings, Webinaren und Online-Trainings.

Die NUFAM zieht als führende Fachmesse für die Nutzfahrzeugbranche Fachbesucher aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland an. Vom 30.09. bis 03.10.2021 findet die Messe in Karlsruhe statt und bietet einen konzentrierten Überblick über das gesamte Portfolio der Nutzfahrzeugbranche.

 

„Die NUFAM ist für mich die Plattform in Deutschland, um mit potenziellen Kunden aus den Bereichen Transport, Logistik und Handwerk sowie Trainern und Coaches ins Gespräch zu kommen. Gerade nach der Corona-Zeit ist der persönliche Austausch auf der NUFAM für mich von großem Wert“, erläutert Christian Rennie, der als Aussteller auf der Messe vertreten ist.

Im Trainings- und Weiterbildungsbereich gibt es, bedingt durch die zunehmende Digitalisierung, viele Neuerungen, über die Christian Rennie an seinem Stand (Halle 1 / E 111) informiert. „Ich spreche gezielt Trainer und Berater an und rücke die Weiterbildungspflicht in den Fokus“, so Christian Rennie. Gemeinsam mit seinen Partnern präsentiert er zudem verstärkt das Thema Online-Trainings sowie E-Learings und gibt Aufschluss darüber, wie ein solches Angebot strukturiert werden kann und welche technischen Voraussetzungen nötig sind. „Darüber hinaus werden alle Besucher meines Messestands über mein vielfältiges Trainings- und Coaching-Angebot informiert. Es wird kleine Talkrunden geben, in denen sich auch die Besucher untereinander austauschen können“, konkretisiert Christian Rennie sein Messeangebot.

In lockerer Atmosphäre wird Christian Rennie an seinem Stand über die Wichtigkeit der Weiterbildungspflicht und Trainings informieren, denn auch in der noch andauernden Zeit von Corona dürfe dieses Thema nicht vernachlässigt werden. Da die gesamte Verkehrs- und Transportbranche in einem stetigen Wandel ist, habe vor allem in letzter Zeit auch das Thema der Remote-Trainings an Bedeutung gewonnen. Christian Rennie präsentiert deshalb verstärkt, unter anderem E-Learnings, Webinare und Online-Trainings, in denen der hohe Informationsgehalt verständlich verpackt ist und durch eine Lernerfolgskontrolle nachverfolgt werden kann. Zudem wird es am Messestand von Christian Rennie regelmäßige Sprechstunden geben. In diesen informiert er interessierte Besucher gezielt zu Themenbereichen wie BKF-Weiterbildungen, Ladungssicherung, Gefahrgut, Compliance bei Fuhrparks und Verladern, Train-the-Trainer, u. v. m.

 

Mehr Informationen zu Christian Rennie finden Sie unter: www.rennie.expert

Termine für Standbesucher können unter folgendem Link vereinbart werden: https://rennie-expert.youcanbook.me

Sprachbarrieren überwinden – ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte

Vor Kurzem habe ich Ihnen in meinem Blog die Grundlage für eine gerichtsfeste Ladungssicherungs-Organisation nähergebracht und Ihnen dabei für den Alltag ein paar nützliche Tipps gegeben. Neben dieser organisatorischen Seite im Unternehmen gibt es einen weiteren zentralen Baustein, um erfolgreich Strukturen zu etablieren: den „Faktor Mensch“.

In unserer heutigen vernetzten und globalisierten Welt gibt es die einstigen klassischen Grenzen, die wir kennengelernt haben, nicht mehr. Meiner Meinung nach liegt darin Fluch und Segen zugleich. Das gilt sowohl für das private Umfeld, im Verein, in der täglichen Korrespondenz mit Kunden, Mitarbeitern und Kollegen sowie bei der Anlieferung Ihrer Bestellungen von Online-Shops durch einen KEP-Fahrer. Auch die Logistik- und Transportgeschäfte sind längst multikulturell.

 

Sprachbarrieren im Unternehmen

Aufgrund der Internationalisierung haben sich auch sogenannte Sprachbarrieren ergeben. Sie haben zwei Möglichkeiten, um diesen in Ihrem Unternehmen zu begegnen:

  1. Sie buchen über Ihr Unternehmen Sprachkurse bei den Volkshochschulen in der Region und erwerben Grundkenntnisse in allen Sprachen.
  2. Sie nutzen ein Werkzeug, welches schon vor 5.000 Jahren ein Medium war, um Informationen zu transportieren: Bilder.

Bekanntlich sagt ein Bild mehr als 1.000 Worte. Sie werden mir wahrscheinlich zustimmen, dass es nicht immer an einer fremden Sprache oder der Herkunft eines Mitarbeitenden liegt, ob sie oder er uns verstehen will oder kann. Unabhängig von Nationalitäten, Alter oder Bildungsgrad brauchen wir für alle Mitarbeitenden eine klare Informationsstruktur und -kultur. Abläufe und Rahmenbedingungen werden darin glasklar beschrieben, ohne viel Text.

 

Bilder statt Text

Für meine Kunden habe ich den Weg etabliert, die Verladungsanweisungen in zwei Teilen darzustellen. Teil 1 für die Verantwortlichen mit Text sowie Bild und Teil 2 für die Mitarbeitenden als Poster im DIN-A0-Format als Aushang mit den wichtigsten Aufgaben in ihrem Tätigkeitsbereich. Passend dazu werden die Mitarbeitenden geschult und eingewiesen. Somit haben Sie die Möglichkeit eines ständigen Soll-Ist-Abgleichs, um zu sehen, ob die Verladung funktioniert oder Sie nachsteuern müssen. Menschen lieben Klarheit und mit Bildern lässt sich klar zeigen wie gearbeitet werden soll – probieren Sie es aus. Diese Idee ist nicht nur im Bereich der Ladungssicherung ein echter Gewinn. Auch für Aspekte der Arbeitssicherheit lässt sich dieses „Bild-Tool“ ganz hervorragend einsetzen.

Haben Sie konkrete Fragen rund um Ihre Logistikprozesse, möchten Ihren Schulungsbedarf erörtern oder eine konkrete Frage aus Ihrem Alltag thematisieren? Dann besuchen Sie meine kostenlose wöchentliche Sprechstunde, in der ich Ihre Fragen gerne beantworte – immer mittwochs um 10:00 Uhr.

 

Workshop „Ausbilder Hubarbeitsbühnen & Teleskoplader“

Christian Rennie bietet mit diesem Praxisworkshop ein individuelles Weiterbildungsprogramm zum Ausbilder Hubarbeitsbühnen und Teleskoplader

In seinem neuen Praxisworkshop hat Christian Rennie ein individuelles Weiterbildungsprogramm zusammengestellt. Dessen Inhalte nicht nur den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, sondern auch die Möglichkeit geben, sich methodisch, didaktisch und fachlich zu verbessern. Der Workshop richtet sich an AusbilderInnen für Flurförderfahrzeuge und an Menschen, die Erfahrungen bei der Ausbildung von Erwachsenen haben und die Berechtigung zur Ausbildung von Hubarbeitsbühnen und/oder Teleskopladern erlangen wollen. „Dieser Workshop ist genau das richtige, wenn Sie auf der Suche nach einer Weiterbildungsveranstaltung sind oder Ihre bisherigen Pläne dahingehend durch Corona nicht umgesetzt werden konnten“, ergänzt Christian Rennie.

Die Voraussetzungen für den Workshop und um als AusbilderIn für Hubarbeitsbühnen-/Teleskoplader-Bediener tätig zu werden, erklärt Christian Rennie: „Geeignet ist der Praxisworkshop für alle, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung und Erfahrung umfassende Kenntnisse auf dem Gebiet der Maschinen haben. Sowie für Menschen, die mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften und den allgemein anerkannten Regeln der Technik und mit den Betriebsanleitungen der eingesetzten Maschinen vertraut sind. Außerdem sollten Sie praktische Erfahrungen im Einsatz der Maschinen gesammelt haben sowie Ausbildungskonzepte vermitteln und eine Gruppe durch einen Lehrgang führen können oder bereits als AusbilderIn für Flurförderzeuge tätig sein.“

Die Inhalte des Workshops umfassen sechs Module, die sowohl theoretischer als auch praktischer Natur sind. „Jeder Praxis-Workshop schließt mit einer entsprechenden Lernerfolgskontrolle sowie einer praktischen Prüfung in Form einer Kurz-Moderation der angehenden Ausbilderinnen und Ausbildern ab“, erläutert Rennie.

Die nächsten Termine für den Praxisworkshop sind vom 16.08.21 bis 19.08.21 in 72221 Haiterbach und von 13.09.21 bis 16.09.21 ebenfalls in Haiterbach.

Schadensquoten lindern durch gerichtsfeste Ladungssicherung

Christian Rennie gibt Aufschluss über eine gerichtsfeste Ladungssicherungs-Organisation und was dabei zu beachten ist.

Häufig wird Christian Rennie von Neukunden gefragt, ob sich der Organisationsaufwand mit Checklisten, Bildern wie Aus- und Weiterbildungen tatsächlich lohne. Der Trainer und Berater weist darauf hin, dass ein regelmäßiges Überprüfen der Schadensquote sowie der Austausch mit Mitarbeitenden im Vertrieb oder Service notwendig ist, um die Organisation stets am Laufen zu halten.

 

„Die Struktur und Organisation innerhalb eines Unternehmens oder einer Abteilung kann über den Erfolg oder Misserfolg entscheiden“, betont Christian Rennie. Es komme darauf an, die „Basics“ zu strukturieren wie den positiven Effekt dessen auch für die Mitarbeitenden verständlich zu gestalten. Sind diese beiden Aspekte bedient, habe man Zeit, sich mit den wesentlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen.

 

Für eine detaillierte Ladungssicherungs-Organisation bedürfe es einigen wesentlichen Hinweisen. Zum einen gehe es um die Konstruktion der Produkte, sprich: es sei zu prüfen, ob Verpackungen erforderlich sind. Sollte dies nicht der Fall sein, sollen Anschlagspunkte an der Ware bestimmt werden, welche wiederum auf ausreichende Zugfestigkeit geprüft werden. Die Verpackungen der Produkte solle stets überprüft werden, um welche Art der Verpackung es sich handelt. „Zu berücksichtigen ist das Gefahrgut, verschiedene Verkehrsträger sowie die physische Ladungssicherung“, akzentuiert Rennie.

 

Je nach Festlegung der Konstruktionen, Verpackungen wie Verladeart lasse sich die Art des Fahrzeugs für den Transport bestimmen. „Es gilt ebenso die besonderen Fertigkeiten von Fahrzeugaufbauten oder eventuelles Zubehör zu definieren“, so Christian Rennie. Die Ladungssicherungsmethode lege man bereits im Vorfeld fest, welche ebenso auf die festgelegten Aspekte abgestimmt sein sollte. An dieser Stelle weist Christian Rennie ebenso darauf hin, alle Verlademitarbeitenden nach VDI 2700 von einem Fachmann schulen zu lassen. „Empfehlenswert ist eine Inhouse Schulung vor Ort, damit konkret mit der entsprechenden Ladung trainiert werden kann und auf Probleme live und in Farbe eingegangen wird“, verdeutlicht der Trainer und Berater.

 

Weiterhin dienen Checklisten vor allem dazu, einen roten Faden in der Organisation beizubehalten – sowohl für die Mitarbeitenden als auch für Führungskräfte. Diese müsse bereits bei der Verladung ausgefüllt und mit Bildmaterial von der Sicherung abgelegt werden. Das Organigramm hingegen zeige auf, welche Personen zu welchem Bereich der Ladungssicherung zugeordnet werden sollen und wie die Hierarchie im Unternehmen aufgebaut ist. „Die Aufnahme in ein bestehendes QM-System ist ebenfalls eine sinnvolle Maßnahme“, ergänzt Rennie.

 

Innerhalb des Unternehmens komme es vor allem auf eine ordentliche Dokumentation an, damit alle Außenstehenden einen angemessenen Überblick erhalten. „Alle Unterlagen – Prüfungen der Anschlagspunkte an der Ladung, Schulungsnachweise, Bestallungsurkunden, Organigramme, Checklisten – sollten chronologisch abgelegt werden“, ergänzt Christian Rennie abschließend.

 

Weitere hilfreiche Hinweise listet Christian Rennie in seinem aktuellen Blogbeitrag auf.

Hinweise für eine gerichtsfeste Ladungssicherungs-Organisation

Neukunden fragen mich häufig, ob dieser ganze Aufwand mit Checklisten, Bildern und der ständigen Aus- und Weiterbildung wirklich etwas bringt. Die Kunden vergleichen sich zu Beginn unserer Zusammenarbeit gerne mit dem Wettbewerber, der eben solchen Aufwand nicht betreibt und bei dem alles „viel schneller“ geht. Sie, liebe Leserinnen und Leser, sind selbstverständlich zu jeder Zeit Ihres beruflichen Daseins frei in Ihrer Entscheidung, ob Sie es dem Wettbewerb gleichtun oder Ihren Job richtig machen wollen!

Schauen Sie sich Ihre Schadensquoten an? Sprechen Sie mit Ihren MitarbeiterInnen im Vertrieb oder Service, um die Stimmung bei Ihren Kunden einzufangen? Streiten Sie sich immer wieder mit Transportunternehmen oder Speditionen, ob Ihre Verpackung wirklich so toll war? Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um über meine Fragen nachzudenken…

 

Je nachdem zu welchem Ergebnis Sie gekommen sind, werden Sie sich zu einer Handlung bewogen fühlen.

 

Struktur und Organisation innerhalb eines Unternehmens beeinflusst den Erfolg oder Misserfolg

Die Struktur und Organisation innerhalb eines Unternehmens oder einer Abteilung kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Wenn Sie die „Basics“ strukturiert und Ihre MitarbeiterInnen den positiven Effekt der Basics verstanden haben – dann haben Sie Zeit für die wirklichen Herausforderungen. Im Folgenden habe ich 14 hilfreiche Tipps für den Alltag zusammengestellt.

 

1.     Konstruktion der Produkte

  • Prüfen Sie, ob eine Verpackung erforderlich ist. Falls nicht, bestimmen Sie die Anschlagpunkte an der Ware und lassen Sie diese auf ausreichende Zugfestigkeit prüfen.

2.     Verpackung der Produkte

  • Wenn die Ware eine Verpackung erfordert, prüfen Sie bitte, um welche Art der Verpackung es sich handelt. Berücksichtigen Sie Gefahrgut, verschiedene Verkehrsträger sowie die physische Ladungssicherung.

 

3.     Verladeart der Produkte

  • Legen Sie die Verladeart, wie beispielsweise Kranbeladung von oben, Staplerbeladung von hinten oder der Seite oder Rampenverladung mit Stapler oder Hubwagen fest.

 

4.     Fahrzeugart

  • Je nachdem welche Konstruktion, Verpackung oder Verladeart festgelegt wurde, kann bestimmt werden, welche Fahrzeugart für den Transport nötig ist. Benötigen Sie Tieflader, Planen-Sattelauflieger, Kofferfahrzeug, Megaliner etc.? Auch die besonderen Festigkeiten von Fahrzeugaufbauten oder eventuelles Zubehör gilt es zu definieren (z. B. Code XL, Coilmulde, Temperaturführung, Twist-Locks, Ladekran, Mitnahmestapler, usw.).

 

5.     Ladungssicherungsmethode

  • Je nach festgelegten Konstruktionen, Verpackungen, Verkehrsträgern oder Transportfahrzeugen, muss im Vorfeld die Ladungssicherungsmethode (Niederzurren, Kraftschluss, Direktzurren, Formschluss oder Fahrzeugaufbau) definiert werden.

 

6.     Schulung

  • Lassen Sie alle Verlademitarbeiter nach VDI 2700 von einem Fachmann schulen – am besten als Inhouse Schulung bei Ihnen vor Ort, damit konkret mit Ihrer Ladung trainiert werden kann und auf Probleme live und in Farbe eingegangen wird.

 

7.     Leiter der Ladearbeiten

  • Die Geschäftsleitung muss einen „Leiter der Ladearbeiten“ und einen Vertreter schriftlich nach § 9 OWIG beauftragen. Denken Sie bitte bei Schicht- oder Wechselbetrieb auch an diese Führungskräfte.
  • Diese Personen müssen geschult sein (VDI 2700), damit fachliche Kenntnisse vorliegen.
  • Es muss ein Vorgesetztenverhältnis oder eine Weisungsbefugnis gegenüber den Verlademitarbeitern vorliegen.

 

8.     Verfahrensanweisung

  • Legen Sie mit Ihren MitarbeiterInnen zusammen schriftlich die Verfahrensanweisungen fest. Wie muss welche Ladung verpackt, gesichert und transportiert werden und wer hat welche Aufgaben und Befugnisse?
  • Das Motto: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“
  • Dies hilft auch, Sprachbarrieren zu verringern.

 

9.     Checkliste

  • Erstellen Sie eine Checkliste für die Ladungssicherung als „roten Faden“ für Ihre MitarbeiterInnen.
  • Diese muss bei der Verladung ausgefüllt und mit Bildmaterial von der Sicherung abgelegt werden.
  • Die Häufigkeit der Dokumentation ist abhängig vom Schadensvolumen und der Anzahl der bußgeldbewährten Verstöße.
  • Als Verlader müssen Sie den Nachweis der ordnungsgemäßen Sicherung erbringen.

 

10.  Organigramm

  • Das Organigramm soll aufzeigen, welche Person zu welchem Bereich der Ladungssicherung zugeordnet ist und wie die Hierarchie im Unternehmen in diesem Bereich aufgebaut ist.
  • Die Aufnahme in ein bestehendes QM–System ist ebenfalls eine sinnvolle Maßnahme.

 

11.  Dokumentationen

  • Legen Sie alle Unterlagen – Prüfung der Anschlagpunkten an der Ladung, Schulungsnachweise, Bestallungsurkunden, Organigramme, Checklisten – chronologisch ab, so dass jeder Außenstehende erkennen kann, wie Sie organisiert sind.
  • Auch eventuelle Bußgelder und deren Maßnahmen, die Sie hier danach eingeleitet haben, sollten dokumentiert werden.

 

12.  Spediteure/Frachtführer/Subunternehmer

  • Unterrichten Sie Ihren Spediteur und Ihre KundInnen (für „ab Werk“ Lieferungen) schriftlich, wie Sie in Ihrem Unternehmen mit dem Thema Ladungssicherung umgehen und was Sie von Ihren Geschäftspartnern gesetzlich erwarten können und müssen.
  • Lassen Sie sich einmal im Jahr von Ihren Stamm-Transportpartnern bestätigen, dass Sie:
    • eine gültige Transportlizenz haben (Kopie)
    • eine gültige Güterschadenhaftpflichtversicherung haben (Kopie)
    • Mindestlohn bezahlen
    • Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten einhalten
    • Drittstaaten-Regelungen einhalten

 

13.  Beförderungsauftrag

  • Im Beförderungsauftrag sollten Sie grundsätzlich einen Text beifügen. In diesem sollte hervorgehen, dass Sie darauf bestehen, dass das Fahrzeug die Ladung sicher aufnehmen kann, die Ladungssicherungsmittel ausreichend dimensioniert und in ausreichender Anzahl vorhanden sowie auch einsatzfähig sind, damit ordnungsgemäß gesichert werden kann. Geben Sie auch benötigtes Zubehör an.

 

14.  Kontrollen

  • Grundsätzlich sind alle Vorgesetzten nach § 130 OWIG zur Aufsichts- und Kontrollpflicht verpflichtet.
  • Schauen Sie sich Verladevorgänge an, reden Sie mit den MitarbeiterInnen ob es Probleme, Sorgen, Nöte bei der Verladung gibt und kontrollieren Sie nochmals die Checklisten und die Bilder von der Ladungssicherung – dokumentieren Sie die Kontrollen.

 

Haben Sie konkrete Fragen rund um Ihre Logistikprozesse, möchten Ihren Schulungsbedarf erörtern oder eine konkrete Frage aus Ihrem Alltag thematisieren? Dann besuchen Sie meine kostenlose wöchentliche Sprechstunde, in der ich Ihre Fragen gerne beantworte, immer mittwochs um 10:00 Uhr.

Großbritannien ist raus – was nun?

Christian Rennie gibt Aufschluss über die, durch den Brexit entstandenen Fragen zum Güterverkehr nach und aus Großbritannien

„Der Brexit ist ohne zu Zweifeln ein kleines Bürokratiemonster, welches uns herausfordert“, so Christian Rennie über die Auswirkungen des EU-Austritts von Großbritannien. Es gehöre zum Tagesgeschäft der EU sowie anderen Staaten dazu, Veränderungen in Kauf zu nehmen. Dementsprechend seien wesentliche Fragen zu klären, die Aufschluss über das Bürokratiechaos im Güterverkehr geben sollen.

Ohne die nötigen Dokumente – keine Einreise

Aufgrund fehlender notwendiger Ausfuhrerklärungen seien bereits viele LKW-Fahrer mit hohen Geldbußen bestraft worden. „Vor einer Fahrt nach oder aus Großbritannien sollten sich alle Beteiligten zwingend mit den aktuellen Regelungen auseinandersetzen“, betont der Berater für Verkehr- und Transport. Dies sei eine dringende Maßnahme, um hohen Bußgeldern vorzubeugen oder sie sogar zu vermeiden. Entsprechend fände nun alles erneut Anwendung, was noch vor der EU-Zeit gegolten hat – „und das bis ins letzte Detail“.

Aus dem künftigen Grenzmanagement der britischen Regierung gehe außerdem hervor, dass es ab Oktober 2021 für jede*n Einreisende*n zur Pflicht werde, einen gültigen Reisepass vorzuweisen.

Das ist hilfreich

„Sie müssen sich selbst informieren, welche Verordnungen und Regeln gelten“, bekräftigt Rennie. Man solle nicht davon ausgehen, dass die entsprechenden Unternehmen über alle Einzelheiten aufgeklärt sind. Alle wesentlichen Informationen können seinem Blog „Sind Sie wirklich bereit für den Brexit und seine Auswirkungen?“ entnommen werden, in dem er drei interessante Links rund um das Thema „Güterverkehr“ zusammengestellt hat.

 

Weitere Informationen sowie den Kontakt zu Christian Rennie – Verständnis.Klarheit.Sicherheit – gibt es hier: https://rennie.expert/.

Logistikprozesse – sind Sie auf dem Laufenden?

Mit der Zunahme der globalen Warenströme steigen auch die Herausforderungen an die Logistikprozesse Ihres Unternehmens stetig an. Als Absender geraten Sie immer stärker in den Fokus der Verantwortlichkeit. „Versuch und Irrtum“ in diesem sensiblen Bereich sind schon lange nicht mehr an der Tagesordnung. Daher ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass Sie Ihre Logistikprozesse sicher und effizient gestalten, Mitarbeiter in allen Ebenen qualifizieren, Ärger mit Kontrollbehörden vermeiden und vor allem nervenaufreibende Kundenreklamationen unterbinden.

Erfolg oder Reklamation, Rechtssicherheit oder Budgetüberschreitung für einen Rechtsstreit, langjähriges Kundenbinden oder der Verlust eines Kunden – maßgeblich hängen diese Punkte von der Handlungssicherheit aller beteiligten Personen im Alltag ab. Unterschiedliche Gesetze oder gesetzesähnliche Vorschriften schreiben verschiedene Schulungs- und Unterweisungspflichten für Mitarbeiter in und um den Verladeprozess vor. Damit Sie bei Ihren Logistikprozessen auf dem Laufenden bleiben, konzentriere ich mich in diesem Blog auf die an der Verladung beteiligten Personen.

 

Schulungen und Unterweisungen

Um zu gewährleisten, dass alle relevanten Personen auf dem neuesten Stand sind, sind folgende Schulungen und Unterweisungen gesetzlich verpflichtend:

Alle genannten Schulungen und Unterweisungen sollten Sie sich schriftlich mindestens durch eine Bescheinigung der Teilnahme bestätigen und auf einer Anwesenheitsliste von den Teilnehmern gegenzeichnen lassen. Bewahren Sie diese Unterlagen sorgfältig auf. Darüber hinaus ist es zu empfehlen, dass verantwortliche Personen (z. B. Versand- oder Logistikleiter) für ihren Datenbestand ebenfalls eine Übersicht über die vorhandenen Qualifikationen und Schulungsverpflichtungen der Mitarbeiter führen.

 

Welcher Anbieter ist der richtige?

Im Alltag ist es häufig schwierig den richtigen Anbieter für diese Weiterbildungen zu finden. Ein Kriterium ist natürlich der Preis. Wer allerdings nur daran interessiert ist, diese Trainings durchzuführen, um den Gesetzgebungen gerecht zu werden, zahlt am Ende nicht selten doppelt. Die Trainings sollten in erster Linie auf Ihr Unternehmen und Ihre individuellen Herausforderungen abgestimmt sein. Fühlen Sie hierzu dem angedachten Weiterbildungsveranstalter ruhig einmal auf den Zahn. Folgende Fragen sind hierbei hilfreich:

  • Über welche Qualifikation verfügt das Trainerpersonal in Verbindung mit der gewünschten Weiterbildung?
  • Wie ist der Inhalt, Umfang und die Dauer der Trainingsveranstaltungen gestaltet (vergleiche Tabelle)?
  • In welcher Art und in welchem Umfang gibt es Teilnahmebescheinigungen?
  • Wie hoch ist die Anzahl der zu schulenden Teilnehmer?
  • Wie ist die Raumgröße auf den Platzbedarf für die Praxisanteile abgestimmt?

Es hat sich bewahrheitet, dass in Zeiten von Sprachbarrieren, Schichtarbeit oder der Komplexität der Themen oftmals in zu großen Gruppen geschult wird. Die Folge davon ist, dass sich der Lerneffekt verringert und das gewünschte Ziel nicht erreicht wird. Bedenken Sie: Ihre Mitarbeiter sollen und wollen sich weiterbilden – Sie sind in der Verantwortung die besten Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Tipp: Insbesondere bei der Grundlagenschulung Ladungssicherung VDI 2700 für angehende befähigte Personen (z. B. Leiter der Ladearbeiten und Stellvertreter) sollten Sie zwingend Wert darauflegen, dass diese Veranstaltung zwei Tage dauert und auch Praxisinhalte einschließt. Diese Schulung gilt als Grundlage für die Pflichtenübertragung auf Basis des § 9 OWiG!

Haben Sie konkrete Fragen rund um Ihre Logistikprozesse, möchten Ihren Schulungsbedarf erörtern oder eine konkrete Frage aus Ihrem Alltag thematisieren? Dann besuchen Sie meine kostenlose wöchentliche Sprechstunde, in der ich Ihre Fragen gerne beantworte, immer mittwochs um 10:00 Uhr.

 

Online-Trainings – sind sie ihr Geld wirklich wert?

Christian Rennie informiert, was gute Online-Trainings auszeichnet und worauf geachtet werden sollte

Häufig bekommt Christian Rennie zu hören, dass Online-Trainings sich nur mit allgemeinen Themen befassen, nicht zum Unternehmen passen und die Mitarbeiter sich langweilen. Es sei nicht zu bestreiten, dass viele Online-Trainings nicht sehr effektiv sind. „Wissen auf Distanz zu vermitteln, erfordert sowohl fachmännisches Können als auch Empathie für die Teilnehmer – etwas, das viele Trainer nicht vereinen. Fehlen die beiden Kernkompetenzen, werden diese häufig mit spaßigen Videos oder altbackenen Infos überspielt. Die Folge sind unkonzentrierte Teilnehmer und Unternehmer, die sich ärgern so viel Geld für ein sinnloses Training ausgegeben zu haben“, erläutert Christian Rennie.

Plane ein Unternehmen für Führungskräfte, Facharbeiter oder Mitarbeiter ein Online-Training, so könne es bei der Auswahl des Trainers schon einige Aspekte berücksichtigen. Christian Rennie führt hierzu aus: „Neben der fachmännischen Expertise sollte dieser das Wissen gehirnschonend vermitteln und das nicht nur stur in eine Richtung, sondern innerhalb der Gruppendynamik.“

Um einen guten Online-Trainer zu finden, helfe es auch, sich Fragen zu stellen wie: „Gelingt es, das Interesse der Teilnehmer zu wecken?“, „Werden Fragen sofort beantwortet oder ans Ende geschoben und dann vergessen?“, „Wird auf individuelle Problematiken des Unternehmens und der Branche eingegangen?“. Ein ausschlaggebendes Kriterium sei natürlich die Fachexpertise, die der Trainer mitbringen muss. Dieser sollte nicht nur die Themen, die er vermittelt, kennen, sondern sich auch aktiv damit auseinandersetzen und sich der Herausforderungen bewusst sein. „Egal, ob online oder offline, ein guter Trainer wird sich im Vorfeld über Ihr Unternehmen und Ihre Herausforderungen informieren, um maßgeschneidert darauf einzugehen, was Sie gerade brauchen, um die passenden Lösungen anzubieten“, ergänzt Rennie.

Der erfahrene Trainer und Berater für Verkehrs- und Transportsicherheit setzt in seinen Trainings auch auf Nachhaltigkeit. Wie genau, kann man in seinem persönlichen Blog zum Thema nachlesen.

„Damit ein Training möglichst effektiv, nachhaltig, für die Teilnehmer spannend ist und auch der Spaß nicht zu kurz kommt, sollten Sie auf einen Trainer setzen, der Fachkompetenz, Erfahrung und Empathie besitzt“, bekräftigt Christian Rennie abschließend.

Sind Sie wirklich bereit für den Brexit und seine Auswirkungen?

Was lange währt wird endlich gut – oder in diesem Fall eher kompliziert. Jetzt, nachdem es offiziell ist, dass Großbritannien die EU verlassen hat, wirft das vor allem im Güterverkehr einige Fragen auf. Welche Informationen müssen beachtet werden? gibt es Möglichkeiten stundenlange Staus an den Grenzen zu vermeiden und vor allem welche Dokumente sind bei Fahrten nach oder aus Großbritannien nötig?

Der Brexit ist ohne zu Zweifeln ein kleines Bürokratiemonster, welches uns herausfordert, doch Veränderungen gehören innerhalb der EU und anderen Staaten eben zum Tagesgeschäft. Die nötigen Informationen, was genau der Brexit mit sich bringt, sind aber nicht automatisch überall verfügbar – oder wussten Sie, dass es in Dover beziehungsweise der Grafschaft Kent eine Sonderregelung für den LKW-Verkehr gibt?

Umfangreiche Dokumente

In Bezug auf notwendige Ausfuhrerklärungen mussten einige LKW-Fahrer schon den schmerzhaften Aha-Effekt in Form von Geldbußen erleben. Um teure Bußgelder zu vermeiden sollten sich alle Beteiligten vor Fahrten nach oder aus Großbritannien zwingend mit den aktuellen Regelungen auseinandersetzen. Alles, was bereits vor der EU-Zeit gefordert war, findet jetzt wieder Anwendung sprich Zollerklärungen müssen ausgestellt, alle möglichen Aus- bzw. Einfuhrdokumente parat sein und das bis ins letzte Detail.

Interessant ist auch, dass die britische Regierung in einem aktualisierten Plan zum künftigen Grenzmanagement klarstellt, dass alle EU-Bürger ab Oktober 2021 für die Einreise ins Vereinigte Königreich einen Reisepass benötigen. Das gilt natürlich auch für Frachtenführer aus dem europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz. Ein Personalausweis wird ab diesem Zeitpunkt nicht mehr ausreichen.

Hilfreiche Informationen

Sie sollten nicht davon ausgehen, dass Sie über alles, was der Brexit in Sachen Transport und Logistik für Ihr Unternehmen bereithält, informiert werden, sondern Sie müssen sich selbst informieren, welche Verordnungen und Regeln gelten. Ich habe Ihnen hier drei hilfreiche Links zusammengestellt, die wichtige Informationen enthalten. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur informiert unter https://www.bmvi.de/DE/Themen/Mobilitaet/Brexit/brexit.html zum Thema Brexit. Einen Leitfaden für Spediteure und gewerbliche Fahrer finden Sie unter https://www.gov.uk/guidance/transporting-goods-between-great-britain-and-the-eu-guidance-for-hauliers-and-commercial-drivers.de und auf der Webseite https://www.dslv.org/dslv/web.nsf/id/li_fdihatuew7.html informiert der DSLV über mögliche Auswirkungen des Brexit auf deutsche Speditionen und Logistikdienstleister.

Wollen Sie wissen noch mehr zum Thema Brexit erfahren oder haben Sie konkrete Fragen rund um die Ein- und Ausfuhr in und aus Großbritannien? Dann besuchen Sie meine kostenlose wöchentliche Sprechstunde, in der ich Ihre Fragen gerne beantworte, immer mittwochs um 10:00 Uhr.